Pupsende Mücken oder Lachgas als Klimakiller

Und desletzt habe ich wieder was ganz was Interessantes gelesen: Die Darmwinde von Insekten sind Klimakiller! (Verwunderlich, dass das Thema nicht ganzseitig von großen deutschen Tageszeitungen aufgegriffen wurde).

Abbildung des Prozess Entstehungsprozesses von Lachgas aus Nitraten (© Stief)

Abbildung des Prozess Entstehungsprozesses von Lachgas aus Nitraten (© Stief)

Jedenfalls haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen und der Universität in Aarhus verschiedene Tier- und Insektenarten untersucht, und dabei festgestellt, dass diese klimaschädliches “Lachgas pupsen”.

Das ganze ist so eigentlich nicht ungewöhnlich. Insekten(larven) leben im Wasser und nehmen organische Stoffe zu sich. Im Darm haben diese wiederum Bakterien die diese Stoffe umwandeln. Da bei diesem Prozess nun aber der notwendige Sauerstoff fehlt, wird nach dem Prinzip der Nitratatmung aus Nitrat Lachgas gebildet.

Dieses Lachgas wiederum wird dann in (ungefährlichen) Stickstoff umgewandelt. Da nun aber der Verdauungsprozess schneller von statten geht, kommt es nicht zur Bildung von Stickstoff und das Lachgas wird frei gesetzt. Kurzum: Die Mücken pupsen!

Das ist nun aber auch eigentlich alles nicht soo schlimm. Die Forscher geben jedoch zu bedenken, dass durch erhöhte Nitratwerte im Wasser auch der Ausstoß an Lachgas enorm zunimmt. Wenn man das ganze nun weiter denkt, sind Mücken (aufgrund der vom Menschen bedingten Wasserverunreinigung) ebensolche Klimakiller wie Schafe, Rinder oder Kraftwagen.

Weitere Details in Form eines Abstracts (englisch) kann man auf den Seiten des Fachmagazins PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences) nachlesen.

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