“Stell dir ja keine Pflanzen ins Schlafzimmer! Da erstickt man im Schlaf!!” So oder so ähnlich hat man diese vermeintliche Warnung ja schon mal gehört! Doch das ist Dummfug und mir somit den ersten Eintrag in meiner Kategorie ‘Luftloch‘ wert.

Gefährliche Zimmerpflanzen im Schalfzimmer. Tsss...
Richtig ist, dass Zimmerpflanzen – genau wie wir Menschen – kontinuierlich Sauerstoff verbrauchen. Sogesehen stehen wir also in Konkurrenz zu dem grünen Blattwerk. Sie wandeln aber auch im Zuge der Photosynthese unser ausgeatmetes Kohlendioxid wieder in frischen reinen Sauerstoff um. Sie fungieren also wie eine kleine biologische Klimaanlage! Ebenso befeuchten sie die Luft, indem sie einen Großteil des Blumengießwassers an die Raumluft abgeben. Auch werden kleine Schwebe-Partikel aus der Raumluft von den Pflanzen aufgenommen – Pflanzen haben also fast eine ähnliche Funktion wie ein Venta-Luftwäscher!
Beim Platzieren von Grünzeug in Schlafräumen sollte jedoch grundlegend darauf geachtet werden, dass keine kranken Pflanzen oder extrem duftenden Blumen (wie etwa Lilien) aufgestellt werden sollen. Letztere geben ätherische Öle an die Raumluft ab. Dies riecht zwar im ersten Moment angenehm und frisch, könnte jedoch den Körper beeinflussen und beispielsweise Kopfschmerzen hervorrufen – insofern hätten die Mahnenden doch zu einem kleinen Teil recht.
Das heisst also: Wenn wir nicht die ganze Fauna des botanischen Gartens im Schlafgemach abbilden, sondern uns auf einige wenige und durchaus auch passende Pflanzen im Schlafzimmer beschränken, ist dies sogar förderlich für die Luftqualität. Und einen guten und gesunden Schlaf!
Update: einen schönen Text dazu und zu möglichen Gefahren durch Pilze, Baktereien und Sporen in der Erde von Zimmerpflanzen hat auch der Teledoktor.